10.11.2014 Sanierungsarbeiten in der Pfarrkirche Weitental abgeschlossen

Die Pfarrkirche in Weitental erstrahlt nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in neuem Glanz und in neuem Licht!

Bereits im Jahre 2006 wurde eine erste Bauaufnahme verfasst. Hierbei wurde festgestellt, dass die Gewölbe im Inneren der Kirche starke Risse aufweisen und dass die Schwingungen der Glocken großen Einfluss auf das Bauwerk haben. Ziel der ersten Sanierungsmaßnahme 2010 war daher, die Ursache für die Rissbildungen zu beheben und eine Übertragung der Schwingungen des Glockengeläuts auf den Baukörper zu unterbinden. Es wurde ein völlig neuer Glockenstuhl erreichtet der quasi als Turm im Turm, innwändig frei für sich selbst steht und somit keine Schwingungen in das Kirchenbauwerk überträgt. Nach der Sanierung des Glockenstuhls durch die Firma Kaiser & Wolf wurden Rissspione gesetzt, um den  Erfolg der Sanierungsmaßnahme zu beobachten.
 
Wie sich zeigte, brachte die Sanierung die angestrebte Schwingungsreduktion, so dass in diesem Jahr mit der Sanierung des Innenraum begonnen werden konnte. Zugleich wurden die Risse geschlossen, der Schub des Daches auf die Mauerkrone reduiziert sowie eine Zugverankerung eingezogen, welches das Gewölbe zusätzlich stabilisiert.

Anders als bei einem herkömmlichen Zugband, welches in der Regel durch den Innenraum der Kirche verläuft  wurde eine Lösung gewählt, die ohne sichtbares Zugband auskommt. Dazu wurden in den Außenmauern Rückverankerungen eingelassen und das Zugband oberhalb des Gewölbes wie eine Art „Zwinge“ geführt. Die großen Risse wurden für eine durchgehende Tragwirkung gekeilt, von organischem Verfüllmaterial befreit und ausgegossen.
Die an den Innenwänden befindliche Dispersionsfarbe wurde im Trocken- und Nassverfahren entfernt, die Stuckgesimse gereinigt und ergänzt um hiernach die Sanierung der farblichen Ausmalung in Angriff zu nehmen. Bei der Untersuchung der Malschichten zeigte sich, dass die Pfarrkirche Weitental eine außerordentlich gute Befundlage aufwies, so dass man eine eindeutig barocke Farbgebung zuordnen konnte, welche dann im Zuge der Sanierung durch die Firma Alois Langgartner umgesetzt wurde.
 
Ebenfalls zum Vorschein kamen die seit Jahrzehnten verdeckten Apostelzeichen und das Dreifaltigkeitsbildnis unterhalb der Empore. Die großartigen Deckenfresken wurden gereinigt, die Nullflächen in ursprünglicher Farbfassung getüncht und die Malereien restauriert. Vorhandene Malschichten wurden gefestigt und restauratorische Ergänzungen im Bereich der Risse vorgenommen. Blattvergoldungen und Zier wurden ergänzt. Weiters wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege ein neues Beleuchtungskonzept erstellt, welches nicht nur den Kirchenraum, sondern auch die Deckenmalereien ausleuchtet, so dass diese nun in ihrer ganzen leuchtenden Farbigkeit bestaunt werden können. Besonderer Dank gilt der baubegleitenden Beratung durch das Amt für Denkmalpflege und die äußerst engagierte Mitarbeit durch den Pfarrgemeinderat und Pfarrer Albin Peskoller.

Unsere Leistungen
· Sanierungsplanung
· Einreichprojekt
· Ausführungsprojekt
· Ausschreibung und Vergabe
· Bauleitung
· Dokumentation
· Abrechnung
· Sicherheitskoordination in der Planungs- und Ausführungsphase

Projektverantwortlich
Ing. Hermann Leitner
Arch. Manuel Schimko

Projektmitarbeit
Arch. Christoph Weger
Geom. Claudia Larcher
Per. Ind. Manfred Brugger

Bauherr
Pfarrei zum Hl. Thomas in Weitental
Herr Pater Albin Peskoller
G.-Lantschner-Str. 5
I-39030 Vintl